Der Abschlussbericht der Real-World-Evaluation des WID®-easy Tests am University Hospitals Sussex NHS Foundation Trust liegt vor. Erstellt hat ihn Unity Insights in Zusammenarbeit mit Health Innovation Kent Surrey Sussex, dem University Hospitals Sussex NHS Foundation Trust als führendem Partner, dem Office for Life Sciences und weiteren NHS-Partnern. Die Evaluation zeigt, wie der Test in der Routineversorgung abschneidet und was ein Diagnosepfad mit dem WID®-easy Test an erster Stelle für Patientinnen und Kosten bedeuten würde.

Zwischen August 2025 und Februar 2026 erhielten 487 Frauen ab 45 Jahren, die wegen abnormer uteriner Blutung in Sprechstunden zur raschen Abklärung eines Krebsverdachts kamen, sowohl den WID®-easy Test als auch die übliche Diagnostik einschließlich transvaginalem Ultraschall (TVUS). Ärztinnen, Ärzte und Patientinnen kannten das Ergebnis des WID®-easy Tests nicht; alle Patientinnen wurden auf dem Standardpfad weiter abgeklärt. Bei 26 Frauen (5,3 %) wurde ein Endometriumkarzinom festgestellt.

Die beiden Verfahren im Vergleich bei der Erkennung des Endometriumkarzinoms:

  • Sensitivität: 96,2 % mit dem WID®-easy Test, 100 % mit dem TVUS. Der Unterschied ist statistisch nicht signifikant.
  • Spezifität: 97,4 % mit dem WID®-easy Test, 27,3 % mit dem TVUS bei der üblichen Schwelle von 4 mm Endometriumdicke (p < 0,001).
  • Falsch-positive Befunde: 12 statt 327.
  • Nicht auswertbare oder unvollständige Untersuchungen: 0,6 % statt 5,4 %.

Das gesundheitsökonomische Modell des Berichts schätzt, dass ein Diagnosepfad mit dem WID®-easy Test an erster Stelle rund 233 Pfund je Patientin einsparen würde (nationale NHS-Referenzkosten). In der untersuchten Gruppe wären es 138 akute diagnostische Eingriffe weniger gewesen, etwa Ultraschalluntersuchungen, Biopsien und Hysteroskopien.

Die Autoren ordnen die Ergebnisse auch ein: Die Evaluation war retrospektiv und beobachtend angelegt, und die Diagnose gutartiger Befunde und von Vorstufen wie Hyperplasien hängt von der Gestaltung des übrigen Diagnosepfads ab. Für die Betreuung von Frauen mit negativem Testergebnis, die Langzeitergebnisse und die Bestätigung der Einsparungen empfehlen sie weitere interventionelle Studien mit längerer Nachbeobachtung.

Den WID®-easy Testservice für die Evaluation lieferte Advanced Global Health Ltd, unser Vertriebspartner in Großbritannien. Das Unternehmen kannte die Ergebnisse einzelner Patientinnen nicht und war an Datenerhebung und Auswertung nicht beteiligt.

Für die Sola Diagnostics GmbH ergänzt der Bericht die publizierten Studien um Daten aus der Routineversorgung des NHS.

Hier geht es zum vollständigen Bericht (PDF, Englisch, 34 Seiten): Real world evaluation of the WID-easy Test in secondary care